Der fleissige Blogger wird heute ein wenig ausgebremst. Der Kühlschrank ist total leergefressen. Also muss ich los, was zum nachfüllen holen. Auf dem Weg dorthin gehe ich beim Arzt vorbei und lasse mich schon mal auf die Warteliste setzen.

Obst und Gemüse hole ich dann auf dem Markt. Das sagt mir mehr zu, als es im Supermarkt zu kaufen. Markt ist einfach authentischer, Supermarkt habe ich auch zuhause. Mein griechischer Salat ist schnell zusammengestellt. Alternatives Frühstück bei Trump, hier ist der Kaffee Americano lecker, der in einer Tasse und nicht in einem Pappbecher gereicht wird. An einem Rührei kann auch Trump wenig faken… Dann doch noch in den Supermarkt. Olivenöl und Jam gibt es auf dem Markt nicht.

Endlich beschaffe ich mir eine blühende Topfpflanze. Es wird eine Freilandpflanze unbekannten Namens und ich beschließe, sie tagsüber rauszustellen und mich abends im Wohnzimmer an ihr zu erfreuen. Der nette Nachbar wird sie dann zur Abreise erben!
Nachdem wir vor ein paar Tagen miteinander geplauscht haben, sprach er mich gestern abend an, wo ich denn die letzten Tage gewesen sei. Er hätte sich schon Sorgen gemacht… Also hat er sich die Pflanze schon mal verdient.

Es war klug, mich beim Arzt schon mal anzumelden, denn jetzt sitzen da 15 Menschen, die vor mir dran sein könnten. Aber so warte ich keine 10 Minuten. Schnell hat Dr. Lim „diabetische Turbulenzen“ als Ursache für meine aufgeblasenen Füße ausgemacht. Ich muss unbedingt meinen Zucker senken! Na damit kämpfe ich ja, seit ich ihn habe. Und ich bekomme Tabletten zur Entwässerung. Sollte ich nicht innerhalb von 5 Tagen mindstens 3 Kilo abgenommen haben, soll ich wiederkommen.
Ich fummle noch am PC rum, dann erscheint Madame Butterfly, die im konkreten Fall nicht aus Nagasaki sondern aus Manila stammt. Ich gebe mein geballtes Wissen bzgl. Appartement, ÖPNV, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten an sie weiter, dann hüpfe ich in die Sandalen und los geht es Richtung Holland Village. Es ist schon erstaunlich, wie sich Wege, die man öfter gegangen ist, ins Gedächtnis einfressen. Ich finde meinen Weg auf Anhieb. Wann war ich das letze Mal hier? Anfang 2015!

Die Entwässerungstabletten wirken, ich brauche dringend einen blickgeschützen Baum….

Das ehemalige Gleisbett ist als solches kaum mehr zu erkennen. An einigen Stellen kann man es noch erahnen, da fällt der Weg steil zur Seite ab. Rechts und links des asphaltierten Wegs, der sich nun als Gleisersatz hier langschlängelt,  hat sich die Natur schon alles wieder zurückerobert. Der Abschnitt, den ich hier begehe, ist viellicht zwei Kilometer lang, an beiden Enden ist kein Weitergehen möglich, da alles durch Bauzäune versperrt ist. Man hat zu beiden Seiten des Weges Bäume angepflanzt. Wenn die erst mal groß sind, werden sie hervorragende Schattenspender abgeben. Aber so ist der Weg denn plötzlich zuende und ich verlasse ihn über einen provisorischen Ausstieg. Nun bin ich in einer Siedlung, die aus Einfamilenhäusern besteht. Durch die mannshohen Zäune lassen sich Luxuskarossen aus dem Süddeutschen Raum erahnen. Also wer hier wohnt, hat wohl einige Cent auf dem Sparbuch. Aber er hat es auch nicht einfach. Schließlich muss man sein Hab und Gut durch Zäune, Videokameras, Bewegungsmelder, Wachhunde und Selbstschussanlagen schützen. Ein Scheißleben ist das…

Ich schwinge mich in den 7er Bus der mir noch gut vertraut ist, und reise bis Dhauby Ghaut, steige dort in die violette MRT um und reise nach Kovan. Hier erwartet mich schon mein Chinese… lecker, wie immer.

Kategorien: Singapur 2018

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